• Torsten

Kalibrierung von Monitor & Drucker


1. Die Monitore und Displays


Seit einiger Zeit arbeite ich mit Macbook und einem EIZO Monitor der Mittelklasse. Beides für sich Geräte, welche von Werk aus schon ganz gut eingestellt sind. Die Farben kommen gut rüber und wirken natürlich.


Das hat für mich ganz gut funktioniert - bis zu dem Moment, in dem ich das gleiche Bild auf beiden Monitoren gleichzeitig gesehen habe. Versteht mich nicht falsch, das Bild sah immer noch gut aus, aber die Unterschiede auf den verschiedenen Monitoren haben mich einfach gestört.


Nun ist das Retina Display von Apple bauartbedingt schon anders als ein LCD Monitor, aber es musste besser gehen. Also eingetaucht in die Welt der ICC Farbprofile und dann hat es auch nicht lange gedauert, bis ich bei einem Tool zur Monitorkalibrierung angekommen bin. Die Entscheidung ist auf den Spyder X Pro von Datacolor gefallen.


Da dies hier weder ein unboxing noch ein Tutorial-post ist oder werden soll, geht es jetzt ganz schnell: Ausgepackt, Software installiert, Monitore “warm”-laufen lassen und sowohl das Retina Display vom Mac als auch den EIZO LCD kalibriert. Nach 30 Minuten war alles erledigt.

Auch wenn jetzt die Bilder im direkten Vergleich immer noch anders aussehen, so stimmen doch Farben und Sättigung viel besser überein. Und wie eingangs geschrieben - ganz gleich wird es nicht gehen wegen der Unterschiede in der Bauart zwischen Retina Display und LCD.


Endlich war es also soweit - das was ich nun auf (m)einem kalibrierten Monitor sehe, kann auch jemand anders auf einem kalibrierten Monitor sehen.


Was aber tun wenn der Workflow noch nicht abgeschlossen ist? Was, wenn das Bild auf dem Monitor noch nicht die Ziellinie ist? Manchmal möchte man das fertige Werk ja auch auf Papier bringen, sprich: DRUCKEN.



2. Die Ausgabe auf dem Drucker


What you see is what you get!

DENKSTE!


Wer der Meinung ist, dass nach der Bildschirmkalibrierung fertig ist, der hat recht - wenn keine Ausgabe auf Papier gewünscht ist. Für alle anderen gibt es noch eine weitere Etappe im Kalibrierungsmarathon. Warum denn das?


Das werdet ihr feststellen, wenn ihr euer Bild von der Anwendung eurer Wahl (z.B. Photoshop, Lightroom, Capture One o.ä.) an den Drucker schickt. Der Ausdruck wird mit viel Glück OK aussehen, viel wahrscheinlicher ist aber ein Effekt der Ernüchterung, da der Unterschied zwischen Monitor und Papier grösser sein wird als gedacht.


Um in dem gesamten Workflow - von der Nachbearbeitung bis zur Druckausgabe - ein durchgehend gleiches Ergebnis zu haben muss man, ihr habt es geahnt, auch noch den Drucker kalibrieren.


Hier ist zu beachten, dass die Kalibrierung immer von drei Faktoren abhängt:

  • Druckermodell

  • verwendetes Papier

  • verwendete Tinte

Es gibt Lösungen zu kaufen, mit denen man selber eine Druckerkalibrierung durchführen kann und ein individuelles ICC Profil für den Drucker erstellt. Aber die Anschaffungskosten sind relativ hoch und der eigene Aufwand ist auch nicht zu unterschätzen.


Alternativ dazu kann man die Arbeit einem Profi überlassen. Ich habe mich aus folgenden Gründen für diesen Weg entschieden:

  1. Keine hohen Anschaffungskosten für eigene Lösung, die ich vielleicht nur 3 mal verwende

  2. Wenig eigene Arbeit mit Kalibrierung = mehr Zeit für die Fotografie

  3. Meine Ausdrucke (von “normalen” Briefen / Text abgesehen) mache ich auf 3 verschiedenen Papiersorten. Und genau für diese Papiersorten benötige ich ein entsprechendes ICC Profil, damit der Ausdruck so nah wie möglich an dem ist, was ich auf dem Monitor sehe.

Meine Wahl fiel auf das Team von drucker-kalibrieren.com.



Fazit:

Wer seinen Bilder-Workflow bis zum Ausdruck auf dem eigenen Drucker konstant haben möchte, der sollte sowohl die Monitore als auch den Drucker kalibrieren.

Selbst wenn das Bild zu einem Dienstleister zur Entwicklung gegeben wird, wird das Ergebnis sehr nah an den Erwartungen sein, wenn der Monitor vernünftig kalibriert ist.


Das habe ich genutzt:


  • Tool zur Monitorkalibrierung: Datacolor Spyder X Pro. Einfache Installation und benutzerfreundlicher Prozess. Software verfügbar für Mac und Windows Systeme.

  • Dienstleister zur Erstellung von ICC Profilen für Drucker: drucker-kalibrieren.com. Dort wird man sehr gut durch die vorbereitenden Schritte geführt, die Anleitungen sind klar und verständlich und bei dem Ergebnis fragt man sich eigentlich nur noch “warum habe ich das nicht früher gemacht?”.

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